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Eine Tagesfahrt nach Gmunden und Umgebung

 

Tagesfahrt nach Gmunden, Reindlmühle, Kösselwang bei Vorchdorf, Ottnang und Gaspoltshofen am Samstag, den 15. Mai 2004

 

"Wir dürfen in unserer Intensität
ich meine in unserer Reiseintensität
nicht nachlassen
selbstverständlich spielen wir heute
die ganze Komödie
ich streiche heute nichts
gerade hier nichts"

Bruscon in "Der Theatermacher"

 

Nachdem wir bei der Programmabwicklung bis 17 Uhr eine Stunde gegenüber dem Plan im Rückstand waren, hörte ich blasphemische Stimmen: "Lassen wir halt das Haus in Ottnang!" Ich: "Selbstverständlich ziehen wir das volle Programm durch. Da wird nichts gestrichen. Schon gar nicht das "Hansbäun! Die Programm- Intensität ist heilig."

An der bislang 4. Tagesexkursion "Auf den Spuren Thomas Bernhards" ( Buskosten € 20) nahmen 23 Bernhard- Freunde teil, darunter erstmals Bernd Kellermann, Helga Knogler Bernd Mundt sowie Robert Islinger mit Frau. Der Aufbruch erfolgte bei Sonnenschein, der im Laufe des Tages immer schwächer wurde. Blau wich Grau. Zu keinem Zeitpunkt jedoch wurden die Ausflügler nass. Während der Anfahrt trug Alois Feuerer wie immer Informationen und Texte zu T.B. und den besuchten Orten vor. Im Einzelnen waren dies:

 

"Thomas Bernhard ist mit sich im Reinen / Das Archiv in Gmunden und das Bernhard- Haus in Obernathal bewahren den Nachlass des Schriftstellers"
von Johannes Hintermeier in der FAZ vom Mittwoch, den 27. August 2003 Hans Höller T.B. rowohlt monographie Reinbek bei Hamburg 1993
"Die Rettung der Schönheit / Bauen, sanieren - und alles, was damit zusammenhängt" S. 81 - 88

Zu Dr. Peter Fabjan
geb. 1938 in Traunstein, Arzt / Internist in Gmunden von 1975 bis 2001, Sohn von Herta Bernhard- Fabjan (1904 - 1950) und Emil Fabjan (1913 - 1993, Friseur, später Berufs-Schullehrer in Seekirchen). Dr. Peter Fabjan war seit 1975 behandelnder Arzt von T.B. Er ist Alleinerbe und bis zu dessen Tod 2002 gemeinsam mit Verleger Siegfried Unseld bzw. mit der Thomas Bernhard- Privatstiftung Nachlassverwalter.

Nach der Ankunft um 9.35 in Gmunden hatten die Teilnehmer bis 10.20 Uhr Zeit, sich die Füße zu vertreten und sich in Gmunden zu akklimatisieren. Die Zeit wurde u. a. zum Besuch des Kaffeehauses oder des Marktes genutzt, wo Alois Feuerer zwei Frühlingssträußlein zur späteren Übergabe an Frau Any Fabjan und Antonia Huber erstehen konnte. Andere Teilnehmer sah man beim Kauf von Eiern, geräucherten Renken aus dem See und Gmundner Backwaren.

 

 

Besuch des Thomas Bernhard- Archivs in der Villa Stonborough- Wittgenstein in der Johann Orth- Allee 32

Die PTBF wurden von Dr. Peter Fabjan mit seiner Gattin Any sowie Frau Antonia Huber begrüßt, die als Inhaberin bester Beziehungen zu den Bernhard- relevanten Persönlichkeiten den Besuch im TBA unter Führung von Dr. Fabjan erfreulicher- und dankenswerterweise möglich gemacht hatte.

Noch vor dem Haus hörten wir zunächst von Dr. Fabjan und von Frau Huber Erklärungen zur Geschichte des Hauses, der Stiftung und des TBA. Die Bewohnerin der Villa Stonborough- Wittgenstein war die ältere Schwester Margarete des Philosophen Ludwig Wittgenstein. Sie hatte die kleinere Toskana- Villa 1913 gekauft. Der Freundschaft zu Ludwigs Neffen Paul Wittgenstein hat T.B. in "Wittgensteins Neffe" ein unvergängliches Denkmal gesetzt.

Die am 11.2.1999 in Wien auf Initiative von der dort ansässigen T.B.- Privatstiftung gegründete Internationale Thomas Bernhard - Stiftung hat ihren Sitz in A 5020 Salzburg, Linzergasse 13/2. Ihren Mitgliedern bietet die ITBG eine Vielzahl von Vergünstigungen beim Besuch von Theateraufführungen und Ausstellungen zu Leben und Werk T.B.s und freien Eintritt in das Obernathaler Bernhard- Haus.

Die 1998 ins Leben gerufene Thomas Bernhard- Privatstiftung in Wien, Blutgasse 3/2 hat sich vornehmlich die Erschließung des Nachlasses und die Pflege des Andenkens von T. B. zur Aufgabe gestellt. Sie ist u.a. für die Erhaltung der Grabstätte in Wien/ Grinzing und die Führung des Bernhard- Hauses in Obernathal zuständig.

Gemeinsam mit dem österreichischen Unterrichtsministerium betreut die Stiftung das eigenständige von Dr. Martin Huber geleitete Thomas Bernhard- Archiv, dessen Räumlichkeiten die Gruppe nun in Augenschein nahm.

 

 

Im Erdgeschoss befinden sich insgesamt vier Arbeitsräume. An den Wänden sind Fotos mit Aufnahmen von T. B. oder Plakate von Aufführungen und Ausstellungen zu sehen. In den Buchregalen stehen Mehrfach- Exemplare von T. B.- Ausgaben. Die Werke T. B.s sind inzwischen in mehr als 40 Sprachen, darunter ins Russische, Chinesische und Koreanische, übersetzt. Dr. Fabjan erwies sich als ein geduldiger, auskunfts- und antwortfreundlicher Erklärer der Situation der Bernhard- Pflege mit ihren unterschiedlichsten Aspekten. Eindrucksvoll die Schachteln mit den von Johannes Freumbichler handwerklich gefertigten persönlich Notizbüchern. Es ist zu vermuten, dass durch die Publikations- und Informationsarbeit des TBA eine Renaissance bzw. besser eine Neuentdeckung der literarischen Bedeutung von T.B.s Großvater bevorsteht.

Auf die Frage nach den Widerständen, die Bernhards Aufnahme 15 Jahre nach dessen Tod in Österreich noch zu begegnen habe, meinte Dr. F. dass diese natürlich in bestimmten Kreisen immer noch gegeben seien. Gerade von Politikern, die kaum Zeit zur Primärlektüre und Eigenbeschäftigung hätten, könne man aber kaum Kenntnisse oder echtes Verständnis erwarten. Thomas Bernhards Texte seien jedoch inzwischen Bestandteil der Lehrpläne und Pflichtlektüre in Schulen.

Wir erinnern uns an den Satz aus T.B.s Brief an das Organisationskomitee des 1. Österreichischen Schriftstellerkongresses 1980:

"… nannte mich am Ende der damalige Kunst- und Kulturminister Piffl-Percevic still vor sich hin einen "Hund" und verließ den Audienzsaal, nachdem er mich vorher in seiner Rede als einen Holländer bezeichnet und einen Roman über die Südsee als von mir geschrieben erwähnt hat."

   

Die Benennung von Straßen und Plätzen nach T. B. hält sich in Grenzen. So trage in der Salzburger Scherzhauserfeld- Siedlung eine Straße T.B.s Namen.

Auch die Stadt Gmunden, sozusagen der Lebensmittelpunkt T.B.s, wollte die Lerchenfeld- Straße, in der T.B. und Dr. Fabjan wohnte bzw. wohnt, nach TB. benennen, was Dr. F. jedoch ablehnte, weil man das der noch lebenden Witwe des Namensgebers nicht antun könne und "weil ich nicht auch noch in einer Thomas Bernhard- Straße wohnen möchte."

Die Frage eines Passauer Besuchers, wen Dr. F. für den idealen Sprecher von Texten T.B.s halte, nannte er wenig überraschend Gerd Voss an erster Stelle. Viele namhafte Schauspieler scheiterten gerade beim Lesen oft an Bernhard. Dagegen sei der vor wenigen Jahren verstorbene Burgschauspieler Wolfgang Gasser ein hervorragender und unvergesslicher Sprecher und Leser von Bernhard- Texten gewesen.

 

Wir konnten dann den temperatur (20°)- und luftfeuchtigkeitsgeregelten (50 %) Raum betreten, in dem in schwarz-grau marmorierten Kartonschachteln Johannes Freumbichlers Nachlass aufbewahrt wird. T. B. s Manu- und Typoskripte, ca. 20 000 Blatt, davon ein Drittel unveröffentlicht, liegen in einem Stahltresor.

Aufschlussreich die Exponate in der Remise, die in Kopien Einblick in Bernhards Arbeitsweise geben. Die erste Fassung schrieb dieser im Eineinhalb- Zeilenabstand, um bequem Ergänzungen und Verbesserungen einfügen zu können. Streichungen bzw. Überstreichungen erfolgten mit einem breiten schwarzen Markierstift oder mit Bleistift. So war zu sehen, dass der Protagonist in "Auslöschung. Ein Zerfall" zunächst Pöttinger hieß, ehe er den Namen Franz Josef Murau erhielt. Allgemein wurde bedauert, dass heute die PC- Skripte keinen Einblick mehr in die Arbeitsprozesse von Schriftstellern geben können, weil die Änderungen im literarischen Ergänzungs- und Perfektionsprozess spurenfrei erfolgen.

Dr. F. lässt auch noch wissen, dass es dem TBA nicht gelang, den Suhrkamp- Verlag bei der Gestaltung des Umschlages der TBGA- Bände von der Aufbringung von Bernhards Unterschriftszuges abzuhalten.

 

Zum Abschied überreichte Alois Feuerer Dr. Fabjan zum Dank für die Führung eine CD mit Aufnahmen auf der Passauer Domorgel sowie den Damen Any Fabjan (Lehrerin am Gymnasium und Pensionat der Kreuzschwestern in Gmunden sowie Geschäftsführerin der TB- Nachlass- Verwaltungsgesellschaft mbH) und Antonia Huber ein Frühlingsblumen-Sträußchen.

Großzügigerweise wurden der Gruppe je 6 Exemplare des TBA- Jahrbuches 2003, des Führers durch das Bernhard- Haus und der Ausgabe von Johannes Freumbichlers lebenspraktischen "Briefen in Knittelversen für die Jugend von Sechzehn bis Sechzig" mit dem Titel " Erziehung zu Vernunft und Fröhlichkeit", die er für seinen Enkel T. B. zwischen Januar 1946 und Oktober 1948 als Lebensbuch geschrieben hat, als Geschenk überlassen. Alois Feuerer bot für einen Besuch Dr. Fabjans in Passau die ortskundige Betreuung an. Dr. Fabjan gab seine Absicht bekannt, seine Radtour entlang der Donau in Passau zu starten, "wobei man sich wieder sehen könnte".
Beim Abschied war Zufriedenheit, ja Begegnungsglück, in den Gesichtern der dankbaren Besucher aus Passau zu lesen.

Der Blick von der Terrasse der Villa Toskana in den zum See abfallenden Park mit seinen herrlichen Eichen, Buchen, Linden und Lebensbäumen, die einzeln oder zu Dreier- und Vierergruppen arrangiert, stehen, schweift durch die Lücken zum See hinaus, und auf den Traunstein und die Höllengebirgszacken im Westen. Gerne wäre man hier noch eine Stunde gesessen, um im Duft der Fliederbüsche dem übermütigen Frühlingsgezwitscher der Amseln, Finken und Drosseln zu lauschen und Bernhard ein bisschen zu vergessen.

 

Die Auffahrt zum Reschenwirt auf dem Grasberg...

...bewies einmal mehr, dass man nur 90 Autominuten von Passau entfernt durch die schönste Salzkammergutlandschaft mit herrlichen Blicken zum Traunsee und zu den weißen Gipfeln des Höllengebirges im Süden fahren kann. Blütenschnee trugen in 700 Metern Höhe auch noch die Apfel- und Birnbäume, die zuhause schon wieder abgeblüht sind.

Das Restaurant hatte uns im Nebenzimmer die Tische gedeckt. Am Mittagessen wie dem anschließenden Besuch der Krucka nahmen auch Frau Huber und die Damen Vesper und Bieber, zwei Schwestern, teil sowie der nun schon als Freund zu betrachtendeTierpräparator Alfred Höller aus dem 8 Km entfernten Pinsdorf. Alois Feuerer und Dieter Henschel, (der später wieder einmal zu mir sagte: "Es ist ein großes Glück gewesen, dass ich zu den Bernhard-Freunden gestoßen bin.") besprachen mit Alfred Höller einen erneuten Lesetermin in dessem Haus und erfuhren Wissenswertes zu Land und Leuten auf und um den Grasberg. Als er einmal vor Jahren als Patient die Praxis Dr. Fabjans aufsuchte, hörte er von diesem die Frage: "Herr Höller, wissen Sie dass seit 1975 ein berühmter Mann sind?" - - "Nein, warum?" Dr. Fabjan klärte Höller über den Grund nicht weiter auf. Erst später erfuhr er, dass er im Roman "Korrektur" als eine der wesentlichen Hauptfiguren mit seinem Namen und seiner Tierpräparatur an der Aurachengstelle auftauchte. 

Nicht zuletzt waren wir gerührt, als es sich unser begeisterter Leseanhänger Höller nicht nehmen ließ, D. H.s Gulasch und A. F.s panierte Blunzen, die er diesem zuvor als besonders schmackhafte Spezialität des Hauses empfohlen hatte, zur Bezahlung zu übernehmen. Wir kommen auch noch einmal auf den Prospekt über die Tierpräparatur und ihre Bedeutung in Bernhards "Korrektur", dessen Gestaltung wir ihm versprochen haben. Es wird höchste Zeit, demnächst das gegebene Wort einzulösen.

 

Besuch des Thomas Bernhard- Hauses Krucka bei Reindlmühle

Nach Zufriedenheit aller mit der Wahl des Gasthauses fuhr man nach Reindlmühle, um kurz hinter dem Ortsendeschild bei der Wegabzweigung von der Aurachtalstraße den Einstieg zum Weg auf die Krucka zu wählen. Alfred Höller stand um 14.10 Uhr bereits an Ort und Stelle. Auf Alois Feuerers Frage versicherte er noch einmal:

"Ja, da, diesen Weg rechts hinauf! Das erste Haus ist es dann gleich." Leider wurden wir zum Opfer von Höllers Täuschung. Als nach 10 Minuten mehrere Häuser am Wege lagen, wurde uns klar, dass es sich dabei nicht um die Krucka handelte. Also zurück und die Frau im Haus an der Haltestelle gefragt. Es war also der linke, nicht der rechte Weg der richtige. Bald sahen wir das uns von Fotos vertraute Bernhard- Haus, die "Krucka", erworben im März 1971.

 

  Es stand mit seinem weißen Verputz und den dunkelgrünen Fensterläden einsam, bescheiden und schlicht auf einer leichten Terrasse des zur nicht sichtbaren Aurach abfallenden Wiesenhanges, der von Waldsäumen umgeben war. Erkenntnis: T. B. suchte den Abstand von den Menschen, kein Auto sollte vorfahren können. Ruhe und Abgeschiedenheit in einer einfachen und anspruchlosen kleinbäuerlichen Hausform waren sein Anspruch.

Johannes Berchtold hatte im Vorwort zu Karl Ignaz Hennetmairs "Ein Jahr mit Thomas Bernhard" geschrieben: "Von sich selbst wegkommen und über den indirekten Weg, über das andere Ich bzw. den anderen Menschen zu sich selbst kommen, das ist die Rettung, die sich keiner formallogischen Identitätsfindung verdankt. Die formallogische Identität (a=a) ist die Kontaktlosigkeit, die Krankheit, die vom Naturforscher - seiner Methode gemäß in JA Besitz ergriffen hatte. Hennetmair sagt in seinem Tagebuch zu T.B.: "Das ist ja das, was du nicht willst, Mitglied zusein." 

Wir sahen durch die kleinen Fenster den Essraum, dahinter die Küche, dahinter wieder Toilette und Waschraum. Eine Schlafkammer war jenseits des Flures. Wir verstanden, warum er von seinen Häusern als seinem "Einsamkeits-, Schreib- und Rückzugs-Kerker" sprach. 

Oben gab es wahrscheinlich das Arbeits- und Schlafzimmer. Auf der Fahrt nach Ottnang las ich dann aus Hennetmairs Tagebuch einschlägige Stellen über die Krucka vor, wobei ich mich erneut über Karl Hennetmairs sachliche und genaue Berichterstattung freute, aus der die Mentalität der damligen Freunde gut hervortritt.

 

 

  "Nachdem ich mich in Nathal vergewissert hatte, das T. nicht herunten ist, begab ich mich mit dem Brief um 9 Uhr zur Krucka. T. war in der prallen Sonne beim Holzschneiden. Warum er nicht in den Schatten gehe, fragte ich. Ich will abnehmen, sagte T., und mich doch dabei kräftigen. Abnehmen kann ich nur durch Schwitzen, und das erreiche ich schneller in der Sonne. T, ging dann mit mir eine Stunde lang die Presseausschnitte (zur Uraufführung von der "Ignorant und der Wahnsinnige" in der Regie von Claus Peymann bei den Salzburger Festspielen) durch."(K.H. 15 Aug.) 

"Könntest du nicht heraufkommen, ich weiß nicht, ob ich zurechtkomme. Gut, sagte ich, ich bin um Punkt 13 Uhr 15 unten beim Aufstieg, wenn du nicht da bist, bin ich sieben Minuten später heroben. (K.H. war 1972 zweiundfünfzig Jahre alt.) Ich werde die Strecke im Eilmarsch machen. Normal braucht man 10 bis 12 Minuten." (K.H. 18. Aug.) 

 

  Links neben der grünen niederen Haustür sieht man die Hausbank. Wir kennen davon das Foto aus dem Jahre 1977, auf dem Thomas Bernhard in kurzer Lederhose und Trachtenjanker, Hede Stavianicek und der sich eine Zigarette drehende Dr. Peter Fabjan auf der damals noch breiteren Hausbank sitzen. Mit 25 Minuten Zeitverlust gegenüber dem Plan fuhren wir um 15. 05 die 37 km über die AB- Abfahrt nach dem zu Bad Wimsbach gehörigen Kösselwang 22, wo wir um 15.45 eintrafen.

 

 

Besuch im Haus des Künstlerehepaars Gabriele Kutschera und Peter Bischof

Der Ehrenpräsident des Kunstvereins Passau, Hanns Egon Wörlen (89), und der amtierende Präsident Franz Scheuerecker mit Frau waren auch erst vor 5 Minuten eingetroffen. Außerdem war das Deggendorfer Kunstfunktionärsehepaar Dirndorfer sowie ein Paar aus Pocking anwesend.

Peter Bischof (70), ein erfolgreicher, bedeutender Maler des österreichischen Informel der ersten Stunde und der kirchlichen Glasfensterkunst, allerdings nicht im Katalog "Malerei in Österreich 1945 - 1995 / Die Sammlung Essl" verzeichnet, den heute vor allem abstrakte dynamische Bewegungsstrukturen in den bevorzugten Farben Rot und Blau ("Grün und Braun mag ich nicht. Draußen ist eh alles so.") interessieren. Die Bilder zeigen Paare im Aufbruch und im zweierhaften Unterwegssein, so genannte "Schreitungen", und sind formal im Übergang von der Abstraktion zur schematisierten Figürlichkeit.

Beim Gang durchs 1992 vom Künstlerehepaar erworbene Bauernhaus sahen wir Bischofs Winteratelier sowie sein nicht heizbares Sommeratelier im Scheunenraum, während Gabriele Kutschers Werkstatt und zugleich Ausstellungsraum in einem ziegelgemauerten unverputzten ehemaligen Stallgewölbe untergebracht ist. Das Haus imponierte mit schönen rustikal eingerichteten Räumen und alten Türen mit ihren Alterungsspuren. Beide Künstler verfügen über Entwurfs- und Arbeitszimmer. Im Bibliotheksraum, wo über dem Sofa ein großformatiger charakteristischer Bischof hängt, entdeckte ich in den Buchregalen neben zahlreichen Ausgaben von Peter Handke (u.a. "Das Jahr in der Niemandsbucht") Thomas Bernhards "Der Untergeher" und "Auslöschung. Ein Zerfall". Vorher hatte ich Peter Bischof, als er fast allein dastand, nach seiner T.B.- Lektüre gefragt: "Ich habe früher viel von Bernhard gelesen, bis mich das ewig gleiche Geschimpfe und die Abwertung der Frauen in ihrer alten Rolle als Hausfrauen und Verwalterinnen aufregte. Mit sind religiöse Denker wie Teilhard de Chardin und Martin Buber mit ihrem zu Hoffnung und Verständigung ermunternden Denken wichtiger. Sie sehen dies ja deutliche bei meinen Bildern, in denen ich an Aufbruch und Kommunikation glaube."

Martin Bubers (1878 - 1965) chassidische Botschaft: "Man kann, sagt der Chassidismus, mit Gott nicht in Wahrheit wesentlich verkehren, wenn man nicht mit den Menschen wesentlich verkehrt." 

Gabriele Kutschera, geb. 1950, antwortete auf die gleiche Frage, dass sie eigentlich nicht viel zu lesen brauche, um kreativ zu sein. Als sie T. B. las, fühlte sie sich von dem lebendigen Pulsieren, von dem Auf und Ab des Atemstroms angesprochen, das sie aus ihrer Arbeit als Schmiedin kennt. Dort erlebe sie auch dieses Urgesetz der Anspannung und Entspannung, diese Auf und Ab. Sie sei beim Arbeiten trotz der Kraftanstrengung immer entspannt und in Harmonie mit der Gestaltungsaufgabe. Nur so könne man Gelingen erreichen. Bernhard Mundt tritt herzu und sagt der Künstlerin: "Ich bin von ihrer Arbeit und deren Ergebnisse, wie ich sie hier sehe, sehr beeindruckt und dies umso mehr, da ich in meinen jungen Jahren als Ingenieur bei Krupp gearbeitet habe und dort auch mit Schmiedetätigkeiten zu tun hatte. Es ist unglaublich, wie sie Prinzipien der Feinschmiedearbeit mit den Techniken des Grobschmiedens kombinieren und zur Synthese bringen."

Beim Gang durch das konsequent stilsicher eingerichtete Haus könnte man leicht neidisch werden auf ein solches Heim mit solchen Räumen zur Arbeit und zur Rekreation. Man sieht, wie sich der Maler und die Schmiedin sicherlich unter hohem Kosten- und Arbeitsaufwand dieses Wohn- und Arbeitskunstwerk errungen haben und es heute die energie- und konzentrationsspendende Grundlage ihrer Schaffenskraft ist. Nach Genuss des angebotenen Mosts und der Esshäppchen brachen wir mit Dank für die Gastfreundschaft und mit der Bitte um Verständnis für unsere notgedrungen zu kurze Bleibestunde auf.

Gleich zu Beginn, als noch alle im Kreis um die beiden Künstler versammelt waren, hatte ich bei der Übereichung der CDs mit Aufnahmen der Passauer Domorgel auf die fruchtbringende gegenseitige Beeinflussung der Künste hingewiesen, die sowohl Künstler wie Literatur-, Musik und Kunstfreunde vor Einseitigkeiten, Verengungen und Genre-Blindheit bewahren kann.

Wieder hatten alle beim Besuch dieses Hauses mit seiner Werkstatt und seinen Ateliers sehen können, dass Kunstschaffen Verzicht, Abschirmung, Konzentration, aber auch Dialog, Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und Anregung verlangt.

 

Thomas Bernhards Haus in Niederpuchheim 13, Post Ottnang

Der Himmel hatte sich überzogen, als wir um 17.00 die 35 Kilometer über Lambach und Schwanenstadt nach Ottnang zurücklegten.

Wieder erinnerten wir uns der Stelle aus der "Auslöschung" und brachten sie zu Gehör:

"Ich fuhr im Grunde durch meine Lieblingslandschaft, durch die dichten Waldungen nahe Kien und Stocket auf Ottnang zu. Diese Menschen, sagte ich mir auf der Fahrt, hast Du ja immer geliebt, die einfachen, die einfachsten, die Bauern und Bergleute, die Handwerker, die Gastwirtefamilien…"

Ich sah kaum etwas von den Orten und der Landschaft, durch die wir fuhren, denn meine Aufgabe war es nun, den Bernhard- Freunden durch Vortrag der Hennetmair- Tagebucheinträge eine Vorstellung vom Erwerb (November 1972) und des Hauses in Niederpucheim und des Aufenthaltes darin zu vermitteln.

"T. fragte mich auch, was ich eigentlich zu seinem Entschluss, das Haus zu kaufen, für mich denke. Ich sagte zu T.: "Ich werde dir die Wahrheit sagen. Du brauchst zum Schreiben immer die Faust im Nacken. Wenn du das Haus kaufst, wirst du um zwei Stücke mehr schreiben und das Haus damit bezahlt haben. Kaufst du das Haus nicht, so schreibst du nichts und hast kein Haus. Bis jetzt hast du alles immer nur unter Druck im allerletzten Augenblick geschrieben. Aber das war gut so, denn deine Arbeit ist daher "aus einem Guss", da du immer in einem Zug die Arbeiten zu Papier gebracht hast." K. H. (S. 497 f 15. Nov.) 

Gott sei Dank hatte Roland Papke ein Kompass- Wanderkarte dabei, mit der er Fahrer Schopf sicher nach Niederpuchheim lotste, ohne dass ich mich darum kümmern musste. Dann sahen wir von der Straße aus auch schon das Haus am Wiesenhang, wiederum geschützt am Waldsaum stehend.

 

Schopf fuhr so nahe ran, bis die schmale Teerstraße in einen Feldweg überging. Dann eilten wir, das Haus in 700 Meter Entfernung oben vor Augen, über die frisch mit Jauche gedüngte und dann ungemähte üppige Bergwiese zum unverputzten ziegelrot schimmernden Haus, genannt "Hansbäun" (= Dialektform nach dem Besitzer Hans Paul), 1972 mit 3 Joch Grund für etwa 300 000 Schillinge, rund 45 000 Mark erworben. Eberhard Wind lachte darüber und fotografierte, wie ungestüm und in breiter Reihe wir wie Bauernkrieger über die Wiese auf das Haus zustürmten. Ich ging um das Haus, mit Kellergeschoss und zwei Obergeschossen. Die Scheune hatte mit dem Wohnhaus den gleichen First. Wir versammelten uns vor dem Eingang, vor dem ein Stück Garten eingezäunt war, in dem ein paar Tulpen blühten. Man sah hinüber nach dem höher gelegenen Wolfsegg und sah das schwarze Dach des Schlosses hinter den Bäumen. Ich trug nochmals aus dem Fleischmann- Buch die Aufzeichnung des kurzen bewegenden Gespräches mit der Nachbarin Maria Moser vor,

das einmal mehr bezeugte, dass Bernhard ein Herz für die unverdorbenen Leute aus dem Volk hatte. "Ganz genau kann i mi erinnern. Und zwar hat er gsagt zu mir beim letzten Sehn, hat er mir die Hand druckt und ganz fest hat er mir die Hand druckt. Dann hat er gsagt, Frau Moser, bleim ma stark, bis uns aussitragn."… "Er hat's gwusst, das i scho einige Bücher von ihm glesen hab und dass i leichter mitkumm, hat er gsagt, wia andere, weil i tiefer denk. Des hat er zu mir amal gsagt." Dieses Gespräch mit der damals 86jährigen Maria Moser führte T.B. nach dem Premierenerfolg von "Heldenplatz" im Herbst oder Winter 1988. Am 12. Februar 1989 starb T.B. in Gmunden. 

Mit fortschreitender Krankheit hatte sich T.B. immer mehr in dieses Anwesen zurückgezogen und es zu seiner Schreibwerkstatt gemacht. In Ottnang entstanden die Stücke "Der Theatermacher", "Ritter Dene Voss" und als letzte Arbeit "Heldenplatz". Den Nachbarn fühlte sich T.B. verbunden. Die Familie Schermaier und in der Nachfolge Brandmaier haben das Haus betreut.

 Das Schicksal des Bergmannes Schermaier, seine Denunziation durch die Nachbarn und Haft in einem Konzentrationslager, beschreibt T.B. in "Auslöschung" bewegend. 

Ich war froh, dass wir nach der "Krucka" auch dieses einfache Haus "Hansbäun" gesehen hatten, das mit dem ersten die Abgeschiedenheit und die Nichterreichbarkeit mit dem Auto teilte bzw. nur mit dem Geländewagen über einen Waldweg erreichbar war. Heute ist es ungenutzt und ist im Besitz der Stiftung. Nach Kenntnis der Lage (700m ü. NN) und des Aussehens der beiden Häuser weiß man tatsächlich besser, wer und wie Thomas Bernhard war. Ich sah noch einmal zurück und bewunderte, wie ungebraucht und schön es oben vor dem Waldrand stand und vor der Front zum Tal ein einzelner Birnbaum ragte und keinerlei touristische Hinweise Haus und Landschaft kränkten.

Bernhard war beim Wohnen und Hausen Traditionalist. Er zog sich in Häuser zurück, deren Form und Gestalt in Jahrhunderten aus den gestellten bäuerlichen Aufgaben, der Landschaft und dem Klima gewachsen war, die also ganz das Gegenteil dessen sind, was zum Beispiel in Ludwig Wittgensteins Haus für die Schwester in Wien oder in Roithamers Idealbau des Kegels in "Korrektur" vom modernen geometrischen Bauen sichtbar und verklärt wird.

Der Nicht- Bauer Bernhard sitzt, schläft, lebt zeitweise in aufpolierten, mit Antiquitäten und Stilmöbeln ausgestatteten größeren oder kleineren Bauernhäusern. Der Schriftsteller schreibt in Häusern, wo vorher niemand geschrieben hat. Er zieht die Lederhose, den Janker und den Wetterfleck an, im Salzburger Trachten- Fachgeschäft erstanden, und denkt Gedanken und Sätze der Menschen- und Weltkritik ganz leicht, populär und mit einem breiten ironischen Grinsen formuliert und schreibt Bücher, über die er lacht, wie über sonst kaum etwas. Wieland Schmied schreibt in dem Buch "Thomas Bernhards Häuser" mit den wunderbaren Fotos seiner Frau Erika:

"Bedeutete Bernhard lange der Rückzug aufs Land und in die Natur eine Möglichkeit der Rettung, so wurde er später nicht müde, das Groteske eines solchen Irrtums mit fast schon verzweifelter Ironie zu beschreiben." 

Auch hier in Niederpuchheim keine Menschen und kein Leben ums Haus. Man wünscht, dass die organisch mit der Natur verbundenen Bernhard- Häuser immer so still, unbelebt und unverändert an den Menschen und Schriftsteller Bernhard erinnern, wie sie jetzt dastehen.

 

 

 

Abendvesper im Gasthof Klinger in Gaspoltshofen

Um 18.10 waren wir in Niederpuchheim abgefahren. Um 18.30 waren wir im Gasthof Klinger in Gaspoltshofen.

"Gaspoltshofen hat es mir wieder angetan / ganz andere Leute/ ganz andere Verhältnisse / als hier in Utzbach / kein Schweinegestank / keine Siloverpestung / Warum sind sie denn / nicht in Gaspoltshofen geblieben / Sie Unglücklicher /"

Wieder war für uns im einem Nebenraum gedeckt, sogar eine Karte "Kleine Speisen für die Thomas Bernhard- Freunde" war auf grünem Papier gedruckt worden. Es war schon wieder acht Uhr, als wir den Gasthof verließen. Im Bus schloss ich meine Hinweise mit dem Vortrag der Aussagen Dr. Peter Fabjans, wie sie Christa Fleischmann in dem Buch "T.B.- Eine Erinnerung" wiedergibt. Der letzte Satz von Dr. P.F. zum Tod seines Bruders und Patienten lautet: 

"Das war einfach ein vollkommenes Sich- Erschöpfen des Herzens und ein vollkommenes Sich- Verbrauchen und zuletzt Auslöschen." 

Um 21 Uhr, also einen Stunde später, als ursprünglich geplant und gedacht, stand der Bus wieder dort, wo er um acht Uhr abgefahren. Wieder war es ein schöner Tag mit reichem Ertrag auf den Spuren Thomas Bernhards in Gemeinschaft mit unseren Bernhard- Freunden geworden.

 

Der nächste Tagesausflug wird uns im Oktober nach Henndorf und Seewalchen im Flachgau in das Geburtsland Johannes Freumbichlers und die Kindheitslandschaft von T. B. führen, wie wir es aus seinem Erinnerungsbuch "Ein Kind" kennen. Jetzt waren wir in Gmunden, Ohlsdorf, Obernathal, Pinsdorf, Reindlmühle, Wolfsegg, Ottnang, Salzburg, jetzt haben wir Karl Hennetmair, den Ohlsdorfer Kirchenwirt Fuertbauer, den Tierpräparator Alfred Höller, seine Freude seit der ersten Stunde Wieland und Erika Schmied, Dr. Peter Fabjan sowie den jungen und alten, im April dieses Jahres verstorbenen, Grafen St. Julien kennen gelernt. Es bleiben uns noch Henndorf, St. Veit, Maria Saal und Wien.

Teilnehmer (23): Alois Feuerer, Melitta Hausteiner, Dieter Henschel, Anita Kellermann, Bernd Kellermann, Helga Knogler, Richard und Rosi Krell, Paul Kreutzer, Robert und Ines Islinger, Franziska Meier, Konrad Meier, Franz Mrkvicka, Bernhard Mundt, Maria und Roland Papke, Cornelia Reitberger, Elisabeth Schober, Elfriede Seitz-Rodatus, Ingrid Splitgerber, Sabine Waldherr, Eberhard Wind

   

Verfasser: A.F. / 26.5.2004


Fotos von
Elfriede Seitz-Rodatus
und
Eberhard Wind

 

 

Dokumente und Fotos:

 

Eindrücke und Kommentare zum 4. Thomas Bernhard-Ausflug nach Gmunden und Umgebung:

[...] warum Bernhard so erbittert gegen die Zerstörung der Kultur seiner Heimat gekämpft hat.
Email von Bernd Kellermann am 18.05.2003 zur Gmundenfahrt am 15. Mai 2004 ...mehr dazu

[...] die "Erstürmung" des idyllischen "Hansbäun" [...]
Email von Melitta Hausteiner am 16.05.2003 zur Gmundenfahrt am 15. Mai 2004 ...mehr dazu

 

Lektüre- und Augenlust- Tipp: 

"Thomas Bernhards Häuser" mit einem kenntnisreichen Insider- Essay von Wieland Schmied und realistisch- stimmungsvollen, meisterhaften Fotos von Erika Schmied. Residenz- Verlag Salzburg und Wien 1995, hgg. von der Nachlassverwaltung Thomas Bernhard Gmunden

"Thomas Bernhards Welt / Schauplätze seiner Jugend" , Photographie ERIKA SCHMIED / Essay WIELAND SCHMIED, 1999 Residenz Verlag

Beide Bücher in der Staatlichen Bibliothek Passau vorhanden, die eine fast lückenlose Sammlung der Bernhard- Ausgaben wie Literatur über Person und Werk besitzt und in der Ausleihe angenehm unkompliziert und unbürokratisch ist. (A. F.)

 

 

 


Dr. Peter Fabjan, hier vor Aufnahmen seines Halbbruders Thomas Bernhard, kennenzulernen, war ein wirklicher Höhepunkt. 

 


Ein weiterer Höhepunkt: Das Haus in 700 Meter Entfernung oben vor Augen, eilten wir über die frisch mit Jauche gedüngte und dann ungemähte üppige Bergwiese zum unverputzten ziegelrot schimmernden Haus, genannt "Hansbäun".

 


Die Zeit bis zum Treffen mit Dr. Fabjan wurde u. a. zum Besuch des Kaffeehauses  oder des Marktes genutzt. ...
(im Bild: Cafe und Konditorei Grellinger, 
Franz Josefplatz 6, Gmunden)

 


... Andere Teilnehmer sah man beim Kauf von Eiern, geräucherten Renken aus dem See (Foto)  und Gmundner Backwaren.


Der Eingang zum Thomas Bernhard-Archiv in der Villa Stonborough- Wittgenstein in der Johann Orth- Allee 52

 


Die Passauer Thomas Bernhard Freunde wurden von Dr. Peter Fabjan (Mitte)...

 


...mit seiner Gattin Any Fabjan (im Hintergrund links) sowie Frau Antonia Huber (Mitte) begrüßt.

 


Dr. Fabjan erwies sich als ein geduldiger, auskunfts- und antwortfreundlicher Erklärer der Situation der Bernhard- Pflege mit ihren unterschiedlichsten Aspekten.

 


Any Fabjan - die Geschäftsführerin der TB- Nachlass- Verwaltungsgesellschaft mbH.

 


Die Werke T. B.s sind inzwischen in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Im Bild ein Teil der russischen Übersetzungen. 
(Foto: Elfride Seits- Rodatus)

 


Im temperatur (20°)- und luftfeuchtig- keitsgeregelten (50 %) Tresorraum

 


Zum Abschied überreichte Alois Feuerer Dr. Fabjan zum Dank für die Führung eine CD mit Aufnahmen auf der Passauer Domorgel.


Alfred Höller (Bildmitte im Hintergrund), der im Roman "Korrektur" als eine der wesentlichen Hauptfiguren mit seinem Namen und seiner Tierpräparatur an der Aurachengstelle auftauchte.

 


Zum Abschied überreichte Alois Feuerer Antonia Huber ein Frühlingsblumen- sträußchen

 

 


Thomas Bernhard- Haus Krucka - Wir sahen durch die kleinen Fenster den Essraum, dahinter die Küche, dahinter wieder Toilette und Waschraum...

 


Sabine Waldherr, bewährte Chefsekretärin der Thomas Bernhard Freunde, auf der Hausbank.

 


Wir wurden vom Künstlerehepaar Gabriele Kutschera und Peter Bischof begrüßt...

 


...der Ehrenpräsident des Kunstvereins Passau, Hanns Egon Wörlen (89) (im Bild links) war auch erst vor 5 Minuten eingetroffen.

 


...dann eilten wir, das Haus in 700 Meter Entfernung oben vor Augen, über die frisch mit Jauche gedüngte und dann ungemähte üppige Bergwiese ...

 


... zum unverputzten ziegelrot schim- mernden Haus, genannt "Hansbäun"

 


Alois Feuerer  trug nochmals aus dem Fleischmann- Buch die Aufzeichnung des kurzen bewegenden Gespräches mit der Nachbarin Maria Moser vor.

 


Herr Schopf (Mitte), "unser" routinierter Busfahrer