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Thomas Bernhard "Verstörung" Roman (1967)
Lesung des ganzen Romans
an drei Tagen in der
Sankt-Anna-Kapelle (Hl.-Geist-Gasse 4, Passau)
http://www.kunstverein-passau.de
- Freitag, 10. Februar 2006 (19.30 - 23.00 Uhr)
- Samstag, 11. Februar 2006 (18.00 - 23.00 Uhr)
- Sonntag, 12. Februar 2006 (10.30 - 13.00 Uhr)
Es Lesen: Bianca Buhr, Edith Ecker, Alois Feuerer, Martin Frauenhofer, Hans Göttler, Franz Hamminger, Ilse Henkel, Franz Xaver Hofer, Bernd Kellermann, Karl Krieg, Edgar Liegl, Stefan Rammer und Eberhard Wind
Eintritt: frei
Dokumente:
- Bericht_ueber_die_Volltext-Lesung_von_Verstoerung.pdf (Alois Feuerer 21.02.2006)
- Leseplan_Verstoerung-Winter_2006.Stand_04.01.2006.doc
- Leseplan_Verstoerung-Winter_2006.Stand_04.01.2006.pdf
Bisherige Winterlesungen:
Verlagsinfo zu "Verstörung" (Roman 1967) - Ein Landarzt aus der Steiermark nimmt seinen Sohn auf Visite mit, einen Tag lang. Fälle präsentieren sich, wie eine Landpraxis sie bringt, Fälle, wie sich zeigt, die jenseits medizinischer Möglichkeiten erst beginnen. In Gespräch und Beobachtung entstehen Geschichten, Diagramme von Existenzen, immer ist Umwelt, Landschaft, Klima, Vergangenheit in die Existenz mit einbezogen. Der letzte Besuch des Arztes gilt dem Fürsten Saurau auf der Burg Hochgobernitz. Weitester Ausblick nach allen Seiten. Man ist oben. Der Fürst "so wahnsinnig wie reich", ein gebieterischer alter Mann, ist der "Kopf", in dem diese "Verstörung" ab initio Gedanke wird. Orte werden fixiert: die Bibliothek, in der längst nicht mehr gelesen wird; die Burgmauern, Wandelgänge der Schlaflosigkeit; das Lusthaus, in dem die Saurauschen Schauspiele aufgeführt und die Saurauschen Toten aufgebahrt werden. Ansätze einer Geschichte zeichnen sich ab. Von seinem in London studierenden Sohn, der ihm in allem fremd ist, träumt der Fürst, er werde nach seinem, des Vaters, Tod (Selbstmord) das Erbe liquidieren. Der Fürst ist Sprache. Die Sprache eines Denkens, das sich an den Rändern der Nacht bewegt. Ein solches Denken errichtet nicht Denkgebäude; es erschüttert sie.
Viele
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