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Filmvorführung - DIE HEIMATKUNDE DES REALITÄTENVERMITTLERS
Dokumente:
DIE HEIMATKUNDE DES REALITÄTENVERMITTLERS von Andreas Gruber, Linz anschließend Diskussion mit dem Regisseur und Karl Ignaz Hennetmair
Donnerstag, 16. Februar 2006 (19:30 Uhr)
Sankt-Anna-Kapelle (Hl.-Geist-Gasse 4, Passau)
http://www.kunstverein-passau.de
Karten an
der Abendkasse.
Eintritt: 8,00
EUR
Karl Ignaz Hennetmair, Realitätenvermittler in Rente, wohnhaft in Weinberg, Gemeinde Ohlsdorf bei Gmunden, verband 11 Jahre lang – von 1964 bis 1975 – eine enge Männerfreundschaft mit dem Schriftsteller Thomas Bernhard. Der Blick des Karl Ignaz Hennetmair auf die Welt, seine Sicht der Realität, wie er sie immer auch Thomas Bernhard zu vermitteln versucht hat, sieht zuallererst die faktischen und praktischen Handgriffe des Lebens. Ein mitunter grober Pragmatismus.
Immer wieder forderte Thomas Bernhard von Karl Ignaz Hennetmair, ihm weitere Häuser und Liegenschaften zu vermitteln. Nicht zuletzt, um sich selbst dadurch einen finanziellen Druck zu schaffen, der ihn – Bernhard – zum Schreiben zwang.
1978, drei Jahre nach dem endgültigen Bruch zwischen dem Schriftsteller und seinem
Realitätenhändler, veröffentlichte Thomas Bernhard den Roman JA. Darin verewigt er seinen
ehemaligen Freund Karl Hennetmair in der Figur des Realitätenhändlers Moritz.
Gruber Andreas (49), Schriftsteller und Regisseur, Geboren 2. November 1954 in Wels/Oberösterreich. 1974-82 Drehbuch- und Regiestudium an der
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ab 1978 freiberuflicher Tätigkeit für
Film und Fernsehen.
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