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7. Thomas Bernhard-Lesewoche 2006
Mo. 24. - Sa. 29. Juli 2006 (letzte Schulwoche)
Volltext-Lesung von Thomas Bernhards "Das Kalkwerk" (1970) in wechselnden Lokalen der Altstadt in Passau durch verschiedene Leser.
- Montag, 24. Juli 2006 - Ausstellungsraum Horst Stauber, Zentrum unabhängiger Ausstellungen (Steinweg 2)
- Dienstag, 25. Juli 2006 - Museum Moderner Kunst (Bräugasse 17)
http://www.mmk-passau.de - Mittwoch, 26. Juli 2006 - Ausstellungsraum Horst Stauber, Zentrum unabhängiger Ausstellungen (Steinweg 2)
- Donnerstag, 27. Juli 2006 - Cafe Unterhaus (Höllgasse 12)
http://www.unterhaus.com - Freitag, 28. Juli 2006 - Unterkirche (Große Messergasse 2)
- Samstag, 29. Juli 2006 - Scharfrichterhaus, Galerie (Milchgasse 2)
http://www.scharfrichterhaus.de
Es Lesen:
Bianca Buhr, Alois Feuerer, Martin Frauenhofer, Franz Hamminger, Ilse Henkel, Dieter Henschel, Franz Xaver Hofer, Bernd Kellermann, Karl Krieg, Edgar Liegl, Peter Paleczek, Anna-Maria Ramelsberger, Stefan Rammer, Eberhard Wind
Eintritt: Frei
Dokumente zur Lesung:
- Leseplan-Einladung-7.thomas_bernhardwoche_Stand_13.7.2006.pdf
- Einladung-7.thomas_bernhardwoche_Stand_13.7.2006.pdf
- T.B.-Lesewoche_Juli_2006.pdf
- 4._Leseabend_Kalkwerk.pdf
- Lesebericht_5-Abend.pdf
erste Seite:
... wie Konrad vor fünfeinhalb Jahren das Kalkwerk gekauft hat, sei das erste die Anschaffung eines Klaviers gewesen, das er in seinem im ersten Stock gelegenen Zimmer habe aufstellen lassen, heißt es im Laska, nicht aus Vorliebe für die Kunst, so
Wieser, der Verwalter der mußnerschen Liegenschaft, sondern zur Beruhigung seiner durch jahrzehntelange Geistesarbeit überanstrengten Nerven, so
Fro, der Verwalter der trattnerschen Liegenschaft, mit Kunst, die er, Konrad, hasse, habe sein Klavierspiel nicht das Geringste zu tun gehabt, er improvisierte, so
Fro, und habe, so Wieser, an jedem Tag eine sehr frühe und eine sehr späte Stunde bei geöffneten Fenstern und bei eingeschaltetem Metronom auf dem Instrument dilettiert ...
... das zweite sei, einerseits aus Furcht, aus Leidenschaft für die Handfeuerwaffen andererseits, der Kauf einer größeren Anzahl von älteren, aber doch exakt funktionierenden Gewehren der Marken
Wanzl, Vetterli, Gorosabel, Mannlicher etcetera aus dem Besitz des im Vorjahr verstorbenen Forstrates Ulrich gewesen, mit welchen Konrad, ein von vornherein durch und durch scheuer Menschentypus
(Wieser), in gesteigertem Maße furcht- und wachsam geworden vor allem in Hinblick auf die noch nicht lange zurückliegenden noch immer unaufgeklärten Morde an den Landwirten Mußner und Trattner, das Kalkwerk gegen Einbrecher und überhaupt gegen sogenannte
Fremdelemente schützen wollte ...
... seine durch jahrzehntelange falsche Medikamentenbehandlung schon beinahe gänzlich verkrüppelte, die Hälfte ihres Lebens in einem speziell für sie konstruierten französischen Krankensessel hockende Frau, eine geborene Zryd, der jetzt, wie
Wieser sagt, nichts mehr weh tue, habe Konrad im Umgang mit einem Mannlicher-Karabiner angelernt,....
Viele
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