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Thomas Bernhards JA - Lesung mit Karl Ignaz Hennetmair im Schloß Feldegg
Eine Lesung im Rahmen der Landl Wochen mit Stellen aus Thomas Bernhards Ja (1978) in dem Karl Ignaz Hennetmair in der Figur des Moritz dargestellt ist. Mit dabei mit einem Lesebeitrag Herr Karl Ignaz Hennetmair und Leser der Passauer-Thomas-Bernhard-Freunde.
Schloss Feldegg (Pram an der Pram, Oberösterreich)
Samstag, 5. Mai 2007 (19:30h)
Der Inhalt:
Ein an einer Studie über Antikörper arbeitender Wissenschaftler hat sich zur
Konzentration auf seine Studie in sein Haus vergraben. Immer deutlicher wird ihm
seine gefährliche Isolation bewusst. Am Rande des Selbstmordes lernt er eine
junge Frau, die mit ihrem Lebensgefährten wegen eines Hausbaus aus der Schweiz
nach Oberösterreich zum Haus- und Grundstücksmakler Moritz gekommen ist,
kennen und findet über sie durch die Gespräche auf Spaziergängen aus seiner
Gefühls- und Geisteserkrankung wieder zur Arbeit und damit ins Leben zurück.
Die "Jüdin- Armenierin" dagegen ist nicht mehr zu retten. Im
Gespräch mit dem lebensmüden Wissenschaftler begreift die "Perserin"
den Unwert ihres Lebens und wirft sich vor ein Auto. Bernhard scheint den
tagtäglich neu aufzubringenden Willen zum Leben trotz der Erkenntnis seiner
Sinnlosigkeit zu fordern, den fort-währenden Widerstand gegen den Tod trotz der
unausweichlichen Niederlage. (Alois Feuerer)

