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VOM ENDE DER ZEIT
Ein Literaturkonzert im Rahmen der Passauer Thomas Bernhard Tage 2008
Uraufführung des Literaturkonzerts mit Thomas
Bernhards "In hora mortis" (1958) und Olivier Messiaens "Quatuor pour la
fin du temps" (1941) für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier.
Freitag, 15. Februar 2008 (20:00 Uhr)
im Großen Redoutensaal (Gottfried-Schäffer-Straße 2, Passau). http://www.redoute-passau.de
Vorverkauf: Theaterkasse des Stadttheaters Passau +49 (0)851 / 92919-13
Eintritt: 22 EUR (Ermäßigt 18 EUR)
Dieses aufwühlende Programm erzählt eine Geschichte vom Sieg des Lebens. Thomas Bernhards Schreie nach Leben - Paul Celans feiner Witz gegen die Sinnlosigkeit: Ein spannungsgeladener Dialog. Ebenso sprechen auch die Musikstücke miteinander: Anton Weberns Dramen in Miniaturform und Béla Bartóks Volkstänze. Olivier Messiaens Musik nimmt dies alles auf in ihren visionären Klängen und himmlischen Längen.
Thomas Bernhard: "In hora mortis" (1958) Gedichte
Paul Celan: "Gegenlicht" (1952), "Gespräch im Gebirg" (1959) Prosa
Olivier Messiaen: "Quatuor pour la fin du temps" (1941) für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier
Béla Bartók und Anton Webern: ausgewählte kurze Stücke
Es spielt das Merlin Ensemble Wien Leitung und Violine: Martin Walch
Es sprechen: Hermann Beil und Martin Schwab
Texteinrichtung: Hermann Beil
Idee: Till Alexander Körber
Martin Schwab besuchte 1959 bis 1961 Schauspiel an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin. 1962 debütierte er an der Landesbühne Rheinland-Pfalz in Neuwied. Es folgten Engagements am Stadttheater Oldenburg, am Ulmer Theater und am Württembergischen Staatstheater Stuttgart. 1979 ging er für drei Jahre nach Bochum, ehe er zu den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main wechselte. In Österreich machte sich Schwab bei den Salzburger Festspielen vor allem als Darsteller moderner Dramatik einen Namen. Er spielte u. a. in Peter Handkes Über die Dörfer, in Das Gleichgewicht von Botho Strauß und in Thomas Bernhards Der Theatermacher (Inszenierung Claus Peymann). Eine legendäre Rolle von ihm ist die Rolle von Claus Peymann in Thomas Bernhards Dramoletten Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen. Diese Rolle spielte er zuerst in Bochum, zum Abschiedsfest von Claus Peymann und später auch im Akademietheater und im Berliner Ensemble. 1986 gab er sein Burgtheaterdebüt als Ferrucio in Peymanns Salzburger Inszenierung des Theatermachers. Seit 1987 ist er fixes Ensemblemitglied im Haus am Ring und feierte in den unterschiedlichsten Rollen große Erfolge. Auch in Wien finden sich zahlreiche Uraufführungen in Schwabs Repertoire: Er war in Elfriede Jelinek Stück Totenauberg sowie in ihrer Pornokomödie Raststätte oder sie machens alle, in Andre Hellers Sein und Schein, Peter Turrinis Schlacht um Wien, Peter Handkes Zurüstungen für die Unsterblichkeit und in Tankred Dorsts Neonazi-Drama Die Schattenlinie zu sehen. 1993 machte er einen seiner Abstecher zum Film und spielte in der Dennis Potter-Verfilmung Mesmer neben Alan Rickman, Gillian Barge und Amanda Ooms unter der Regie von Roger Spottiswoode die Rolle des Herrn Paradies. An seiner einstigen Ausbildungsstätte, dem Max Reinhardt-Seminar hat er heute einen Lehrauftrag. Im Juli 2006 stand er bei den Salzburger Festspielen in dem Johann-Nestroy-Stück Höllenangst in der Rolle des Pfrim auf der Bühne. (Quelle: wikipedia.de 07.12.2007)
Der bekannte Dramaturg Hermann Beil wird den Text lesen. Sein Name wurde den Theater- und Thomas Bernhard-Freunden bekannt, als Thomas Bernhard einem Dramolett den Titel gab: "Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese" (1990). Er wurde 1941 in Wien geboren und erhielt 1965 sein erstes Engagement als Dramaturgieassistent für Oper, Ballett und Schauspiel an den Städtischen Bühnen Frankfurt. Noch im gleichen Jahr wurde er Chefdramaturg des Basler Theaters, wo er bis 1974 blieb. Von hier führte ihn sein Weg zusammen mit Claus Peymann nach Stuttgart und Bochum. 1986 kam er als Dramaturg und Direktionsmitglied ans Burgtheater nach Wien. Hermann Beil hat mit zahlreichen Regisseuren zusammengearbeitet, so auch mit Peter Stein bei den Salzburger Festspielen zwischen 1992 und 1997. 1996 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Derzeit ist Hermann Beil künstlerischer Mitarbeiter des Berliner Ensembles. 1995 erhielt er zusammen mit Claus Peymann den Berliner Theaterpreis.
Das Merlin Ensemble Wien, gegründet 1991 von Musikern des Chamber Orchestra of Europe. Die Leitung hat der Violinist Martin Walch, der Meisterkurse bei Yehudi Menuhin besuchte und Solo- und Kammermusikkonzerte in allen großen europäischen Konzertsälen gibt. Neben der Kammermusik entwickelt das Ensemble zusammen mit Künstlern anderer Sparten musikdramatische Projekte, so z. B. mit Hermann Beil Inszenierungen von der „Geschichte vom Soldaten“ und von „Pierrot Lunaire“.
Links:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schwab_%28Schauspieler%29
- http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beil
- http://www.kunst-mrkvicka.de
- http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan
- http://de.wikipedia.org/wiki/Olivier_Messiaen
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