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Stefan Tilch
Beitrag zum Gedächtnisabend am 20. Todestag, 12. Februar 2009
Ein Veranstaltung im Rahmen der Passauer Thomas Bernhard Tage 2009
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Stefan Tilch (Intendant des Niederbayerischen Landestheaters) - Ausgehend von der Kernaussage Thomas Bernhards in seiner Dankrede für den Empfang des Bremer Literaturpreises 1965 „Mit der Klarheit nimmt die Kälte zu. Diese Klarheit und diese Kälte werden von jetzt an herrschen“, lässt uns Stefan Tilch, der Intendant des Landestheaters Niederbayern, wissen, dass er nicht die Sicht teilt, „dass Thomas Bernhard, der negativste aller Autoren, der einsamste Verneiner, der größte Schilderer absoluter Hoffnungslosigkeit“ sei. Er erkennt in Thomas Bernhards Negativismus und Pessimismus die Sehnsucht nach einer besserer Welt. Dem Leser und Betrachter ist die Aufgabe gestellt, sich bei der Lektüre und Betrachtung „Bernhards düsterer Darstellung von gescheiterten Beziehungen und Lebensentwürfen und degenerierten Gesellschaftskreisen eine andere Welt herbeizuwünschen und eben selber zu denken.“ Für den Theatermann und Theatermacher Stefan Tilch liegt die Utopie von der besseren Welt und ihrer Verwirklichung in den Händen des Zuschauers und Lesers.
Wortlaut des Beitrages:
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