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Prof. Wieland Schmied
Beitrag zum Gedächtnisabend am 20. Todestag, 12. Februar 2009
Ein Veranstaltung im Rahmen der Passauer Thomas Bernhard Tage 2009
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Prof. Wieland Schmied (Lebenslanger Freund von Thomas Bernhard, Kunstschriftsteller und Publizist / Vorchdorf OÖ)
Die Schwierigkeit, das Geistesprodukt oder das Körperprodukt, also mein Kunststück oder deine Arbeit, meine Körperkunst oder deine Geisteskunst … zu zeigen oder zu veröffentlichen, ohne augenblicklich Selbstmord machen zu müssen, diesen fürchterlichen Beschämungsprozeß durchzumachen, ohne sich umzubringen, etwas zu zeigen, das man ist, etwas zu veröffentlichen, das man ist, sagte er, durch die Hölle des Vortragens und durch die Hölle der Veröffentlichung durchzugehen, durch diese Hölle der Veröffentlichung gehen zu müssen, rücksichtslos durchzugehen durch diese fürchterlichsten aller Höllen (aus der Erzählung „Midland in Stilfs“, 1971)
Ausgehend von diesem Zitat beschäftigt sich der bekannte Kunst- und Literaturpublizist, Professor Dr. Wieland Schmied, der lebenslange Freund von Thomas Bernhard, aus dem nahe bei Ohlsdorf gelegenen Vorchdorf /OÖ in seinem Beitrag mit einem Grundmotiv Thomas Bernhards, nämlich dessen Hang, sich von der Welt zu distanzieren und abzuschließen, unauffindbar zu sein und „sich zu verrammeln“, um Kontakten aus dem Weg zu gehen. Wieland Schmied zeigt uns, welche Scham und welche Pein es Thomas Bernhard bereitete, zu schreiben, und wie er immer wieder mit Schreibhemmungen zu kämpfen hatte, um den Text dann doch aufs Papier zu bringen und schließlich den Widerstand überwinden musste, ihn zu veröffentlichen.
Wortlaut des Beitrages:
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