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Anna Mitgutsch - Lesung 

 

Anna Mitgutsch liest aus ihrem neuen Roman "Zwei Leben und ein Tag"

Dienstag, 12. Juni 2007, 20 Uhr
Passau Scharfrichterhaus (Milchgasse 2)
http://www.scharfrichterhaus.de
 

Kartenvorbestellung: 0851/35900
Veranstalter: „Passauer Pegasus“
 

Anna Mitgutsch wurde in Linz geboren, lebt in Boston und Linz. Sie unterrichtete Germanistik und amerikanische Literatur an österreichischen und amerikanischen Universitäten, lebte und arbeitete viele Jahre in den USA. Zuletzt erschienen bei Luchterhand die Romane "Haus der Kindheit" und "Familienfest". Sie erhielt für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den "Solothurner Literaturpreis".

In jedem Leben gibt es einmal den Augenblick, wo das Glück an die Grenzen des Vorstellbaren stößt

 

Der Roman „Zwei Leben und ein Tag“

Nach einem Nomadenleben in Amerika, Südostasien und Osteuropa haben sie sich getrennt: Edith und Leonard, zwei Menschen, die nicht wieder zusammenfinden und nicht voneinander lassen können. Was sie verbindet, ist ihr Sohn Gabriel und die Frage, was diesem in seiner Kindheit zugestoßen ist und ihn zum Außenseiter gemacht hat. In langen Briefen an den Ex-Mann, die sie freilich nie abschicken wird, versucht sich Edith noch einmal über ihr Leben und Schicksal Klarheit zu verschaffen und darüber, woran ihre Liebe zerbrach – und ihr Glück. zu „Zwei Leben und ein Tag“ Mit großer Empathie und Sensibilität wird der Leser in den denkbaren Kosmos einer Innenwelt geführt, aus dem uns sonst keine Nachrichten erreichen. Wir sehen einen Menschen ohne Arg, voll eigener Klugheit, weiser Demut und schlichter Unbeirrbarkeit, fast schon Inbild des reinen Toren, dessen Instinkte nicht funktionieren gegenüber Verlogenheit und Brutalität der Umwelt. (Barbara von Becker in der Frankfurter Rundschau)

 

Wir gern würde man sich weiter wiegen lassen vom ruhigen Fluss der Sprache, der die Biegungen des Hudson River in Upstate New York nachzeichnet, an Ufern, Wäldern, Parks vorbei, von wenigen, leicht gewölbten Brücken überspannt. Doch dann wendet sich der Blick, geht Richtung Manhattan, zum Atlantik hin, dessen „salzige Wassermassen“ widerstandslos in das weit offene Flussbett eindringen. „Auch der Tod eines Flusses ist furchterregend“. Es ist ein meisterlicher Romananfang, mit dem Anna Mitgutsch den Leser auf ihr Thema einstimmt. Er zieht ihn hinein in eine Welt, in der alles offen und friedfertig erscheint, er spielt mit seiner Lust, dem Zauber des Beginnens zu erliegen, und er setzt doch die Zeichen nahenden Unheils so präzise wie ein Ingenieur die Brückenpfeiler. (Meike Fessmann in der Süddeutschen Zeitung)