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Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien interpretieren Thomas Bernhard: "Ein Kind"
mit Musik von Johann Strauß Vater, Josef Lanner, Anton von Webern, Arnold Schönberg und Johann Strauß. Violine und Leitung Martin Walch. Regie Herman Beil.am Sonntag, 11. Februar 2007 (20:00 Uhr)
im Großen Redoutensaal (Gottfried-Schäffer-Straße 2, Passau). http://www.redoute-passau.de
Vorverkauf: Theaterkasse des Stadttheaters Passau +49 (0)851 / 92919-13
Eintritt: 18 EUR (Ermäßigt 13 EUR)
"Ein Kind" (1982) ist eine autobiographische Erzählung von Thomas Bernhard, der als kleiner Junge die Welt erobern will, sich voller Enthusiasmus aufs Fahrrad setzt, auf und davon radelt und schließlich kopfüber im Straßengraben landet. Eine Komödie, die sich von einem Augenblick auf den anderen in eine Tragödie verwandelt – und dennoch von der Energie erzählt, niemals aufzugeben.
Der bekannte Dramaturg Hermann Beil wird den Text lesen. Sein Name wurde den Theater- und Thomas Bernhard-Freunden bekannt, als Thomas Bernhard einem Dramolett den Titel gab: "Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese" (1990). Er wurde 1941 in Wien geboren und erhielt 1965 sein erstes Engagement als Dramaturgieassistent für Oper, Ballett und Schauspiel an den Städtischen Bühnen Frankfurt. Noch im gleichen Jahr wurde er Chefdramaturg des Basler Theaters, wo er bis 1974 blieb. Von hier führte ihn sein Weg zusammen mit Claus Peymann nach Stuttgart und Bochum. 1986 kam er als Dramaturg und Direktionsmitglied ans Burgtheater nach Wien. Hermann Beil hat mit zahlreichen Regisseuren zusammengearbeitet, so auch mit Peter Stein bei den Salzburger Festspielen zwischen 1992 und 1997. 1996 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Derzeit ist Hermann Beil künstlerischer Mitarbeiter des Berliner Ensembles. 1995 erhielt er zusammen mit Claus Peymann den Berliner Theaterpreis.
Die musikalische Interpretation des Textes übernimmt das 8-köpfige Merlin Ensemble Wien, gegründet 1991 von Musikern des Chamber Orchestra of Europe. Die Leitung hat der Violinist Martin Walch, der Meisterkurse bei Yehudi Menuhin besuchte und Solo- und Kammermusikkonzerte in allen großen europäischen Konzertsälen gibt. Neben der Kammermusik entwickelt das Ensemble zusammen mit Künstlern anderer Sparten musikdramatische Projekte, so z. B. mit Hermann Beil Inszenierungen von der „Geschichte vom Soldaten“ und von „Pierrot Lunaire“.
Martin Walch spielt auf einer Violine von M. Goffriller aus dem Jahre 1700 – Venedig.
Merlin Ensemble Wien:
- Martin Walch Leitung und Violine
- Inge Hager Violine
- Mechthild Sommer Viola
- Luis Zorita Violoncello
- Lutz Schumacher Kontrabass
- Till A. Körber Klavier
- Angela Koppenwallner Harmonium
- Hermann Beil Rezitation
- Johann Strauß / Arnold Schönberg Rosen aus dem Süden. Walzer, op. 388, bearbeitet für Klavier, Harmonium und Streichquartett (1921)
- Johann Strauß Vater Chineser –Galopp, op. 20
- Johann Strauß / Anton Webern
- Schatzwalzer aus Der Zigeunerbaron
- Johann Strauß Vater Alpenkönig-Galopp, op. 7
- Arnold Schönberg aus der Phantasie für Violine mit Klavierbegleitung, op. 47
- Josef Lanner Dornbacher Ländler, op. 9
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