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UNTER FREUNDEN
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[...] warum Bernhard so erbittert gegen die Zerstörung der Kultur seiner Heimat gekämpft hat.
Email von Bernd Kellermann am 18.05.2003 zur Gmundenfahrt am 15. Mai 2004
Liebe Passauer Thomas-Bernhard-Freunde!
Ein wunderbarer Maitag zeigte den Thomas-Bernhard-Freunden aus
Passau: der Anti-Heimatschriftsteller Thomas Bernhard hat in einer wunderbaren
Landschaft seine Themen und Gestalten gefunden. Der Besuch der Häuser von T.
B., der "Krucka" am Grasberg und der "Hausbäun" bei
Ottnang, liess spüren, wie weit der Autor seiner Zeit voraus war. Bis in die
jüngste Zeit, also bis die Staatsregierung die Denkmalschutzmittel massiv
zusammenstrich, gehört es ja zum guten Ton, alte Bauernhäuser zu erhalten und
so das rustikale Leben ins Internet-Zeitalter hereinspielen zu lassen. 1972, als
Bernhard diese Häuser kaufte und herrichtete, war die Zerstörung dieses
Kulturguts, dieses "oiden Glumps" gang und gäbe.
Und so halten diese Häuser - ganz unbewußt - fest, wo (und wie) "Der
Theatermacher" oder "Ritter, Dene, Voß" entstanden sind, sie
zeigen aber auch, warum Bernhard so erbittert gegen die Zerstörung der Kultur
seiner Heimat gekämpft hat. Erst jetzt spürt man, was er mit den Häusern und
seinen Texten für die Nachwelt aufgehoben hat.
Überraschend ist dabei, wie weit diese uns so nahe österreichische Heimat in
die Welt hinausstrahlt. Der Besuch im Thomas-Bernhard-Archiv Gmunden mit den in
alle Weltsprachen übersetzten Werken und das Gespräch mit Dr. Peter Fabjan
zeigten, wie durch die Werke Thomas Bernhards Heimat globalisiert wird.
Nochmals herzlichen Dank für die Organisation dieser Reise vor allem an H. Feuerer, den Bernhard-Maniac.
Beste Grüße aus Donaustauf bei Regensburg
Bernd Kellermann (der heute die beiden nächsten Bände der T.-B.-Gesamtausgabe
in Empfang genommen hat)
[...] die "Erstürmung" des idyllischen "Hansbäun" [...]
Email von Melitta Hausteiner am 16.05.2003 zur Gmundenfahrt am 15. Mai 2004
Hallo,
gerne möchte ich mich nochmal bei den Organisatoren der gestrigen
Gmunden-Fahrt bedanken, besonders natürlich bei Herrn Feuerer.
Es war ein wunderbarer Tag; wie immer war alles perfekt organisiert, alle
Programmpunkte waren sehr spannend.
Vielen Dank auch für die großzügige Einladung des interessanten
Künstler-Ehepaares und die Möglichkeit, deren einzigartigen Hof zu sehen.
Nicht vergessen werde ich auch den gelungenen Reise-Abschluß am späten
Nachmittag: die "Erstürmung" des idyllischen "Hansbäun",
echt filmreif !!
Viele Grüße Melitta Hausteiner
Frohe Weihnachten...
Weihnachtskarte von Zilli u. Karl Ignaz Hennetmair an die Passauer Thomas Bernhard- Freunde eingegangen am 23.12.2003 - Karte in Originalgröße
Frohe Weihnachten und ein gutes Neujahr,
Ihnen und Ihren Th.-B.-Freunden
Zilli u. Karl Hennetmair
Sprachgewaltiges aus dem Salzkammergut
Zeitungsartikel vom 19.11.2003 TIP / LinzPINSDORF/LAAKIRCHEN In den Räumlichkeiten der Tierpräparatur Höller trafen sich Literaturfreunde, um der literarischen Spurensuche der "Passauer Thomas Bernhard Freunde" beizuwohnen. Die führte sie nämlich ins "Höllerhaus" - einem zentralen Handlungsort des Bernhard-Romans "Korrektur". Zu Hören bekam man naturgemäß Passagen, die in oder von der Tierpräparatur handeln. Im eindrucksvollen Ambiente der Ausstellungsräume kamen die sprachgewaltige Prosa und Beschreibungskunst Bernhards besonders zu Geltung.
Im Steyrermühler Kulturzentrum "Alte Fabrik" luden die "Thomas Bernhard Tage" zu Lesungen mit Fritz Popp und Walter Pilar. Während der in Salzburg lebende Popp seinen Band Kurzgeschichtenband "Warten was der Fluss bringt" vorstellte, beeindruckte der Ebenseer Literat wieder einmal mit dem "skurrealen" Wühlen in seinen Jugenderinnerungen. Pilars Begegnungen mit der Ebenseer Dichterin und Japanologin Wittek, dem "Arbeiter-und Bauernstaat" DDR und natürlich der Ikone Thomas Bernhard begeisterten das Publikum. Musikalisch wurde Pilar vom Ebenseer Duo "Traumtänzer" begleitet.
Protest!
Zuschrift von Frau Antonie Huber , Passau vom 09.11.2003.Frau Huber bezieht sich dabei auf die Wortkombination "Bernhard-Verblödung" auf unserer Willkommensseite
Glückwunsch zur gelungenen Homepage, allerdings mißfällt mir die Wortkombination "Th. Bernhard-Verblödung" zutiefst!* Th. Bernhard Lektüre kann vielleicht eine Verblödung verhindern, es bedarf aber kein Th. Bernhard Leser zur Abwehr von Verblödung der Lektüre anderer Autoren. Die durchaus wünschenswerte u. zu fördernde Beschäftigung mit verschiedenen literarischen Werken sollte tunlichst anders begründet werden.
Antonie Huber
*selbst bei ironischer Lesart
"Der Theatermacher" in München
Beitrag von Melitta Hausteiner am 17.11.2003Liebe Passauer Thomas-Bernhard-Freunde,
Ich hatte am Sonntag die Gelegenheit, in München schon mal den „Theatermacher“ zu sehen.
Also : nach meinem Empfinden war diese Wiederaufnahme der Hans Lietzau-Inszenierung ein wenig angestaubt ( nach all den Jahren).
Die Betonung lag halt auf Komödie: für meinen Geschmack ein zu buntes, zu theatralisches Bühnenbild, verschiedene Übertreibungen wie z.B. eine besonders tölpelhafte Wirtstochter Erna. Mir war alles ein wenig zu lustig, zu offensichtlich; die vielen eigentlich tragischen Momente hatten zu wenig Tiefgang (was man am wiederholten Zwischenapplaus der Zuschauer und an den Dauerlachern sehen konnte).
Hervorragend aber Lambert Hamel als Bruscon! Eine umwerfende schauspielerische Leistung!
Ich bin schon sehr gespannt, was Ihr zu dieser Inszenierung sagen werdet, und vor allem freue ich mich darauf ,wenn wir München mit Salzburg vergleichen können.
Herzliche Grüße
Bei der Lesung in der höllerschen Präperatur...
Brief von F. Hamminger an Alois Feuerer am 16.11.2003Sehr geehrter Herr Feuerer!
Bei der Lesung in der höllerschen Präperatur am vergangenen Freitag sind Anhänger von Thomas Bernhards hoher Erzählkunst voll auf ihre Rechnung gekommen - An einem Literatur-Schauplatz und inmitten der Präperate-Sammlung (einfach irre!) haben die Vorleser ihr Bestes gegeben.
Danke! und Dank nochmals für die Einladung zu dieser nicht alltäglichen Veranstaltung.
Freundliche Grüße
F. Hamminger

